Im Rahmen der Aktionswoche Schuldnerberatung 2026 unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P Konto zum Problemkonto wird“ kritisiert der Arbeitskreis insbesondere die zum Teil schleppende Umsetzung gesetzlicher Vorgaben durch Banken. Verspätete Umwandlungen von Girokonten in Pfändungsschutzkonten (sogenannte „P-Konten“) oder blockierte Freibeträge können für Betroffene existenzielle Folgen haben. In solchen Fällen stehen häufig keine Mittel mehr für Miete, Energie- und Lebenshaltungskosten zur Verfügung.
Der Arbeitskreis fordert die Kreditinstitute deshalb auf, die gesetzlichen Fristen konsequent einzuhalten und den Pfändungsschutz zuverlässig mit der anstandslosen Einrichtung von P-Konten umzusetzen. Gleichzeitig sehen die Beteiligten die Politik in der Verantwortung, die wirksame Durchsetzung der bestehenden Regelungen sicherzustellen.
Ein funktionierendes P-Konto sei für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Es ermöglicht Betroffenen, trotz finanzieller Schwierigkeiten ihre laufenden Verpflichtungen zu erfüllen und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
Darüber hinaus machten die Mitglieder des Arbeitskreises auf die angespannte Situation in der Schuldner- und Insolvenzberatung aufmerksam. Die Nachfrage nach den Beratungsangeboten sei schon lange Zeit auf einem sehr hohen Niveau. Momentan könne trägerübergreifend einem Großteil der Betroffenen keine Beratungstermine erhalten. Gleichzeitig geht der Arbeitskreis aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen von einem weiteren Anstieg des Beratungsbedarfs aus.
Für nähere Informationen und Fragen zu den Zugangsmöglichkeiten erreichen Sie die Schuldner- und Insolvenzberatung in Bielefeld-Brackwede unter der Telefonnummer 0521 94 23 9-110 sowie in Gütersloh unter 05241 98 67 3130 oder im Internet unter www.deine-diakonie.de.