Begrüßt wurde die Oberbürgermeisterin von Diakonie-Vorstand Karsten Stüber sowie Einrichtungsleitung Natalya Dyachuk und ihrem Team. Anschließend verschaffte sich Bauer einen persönlichen Eindruck vom Alltag auf der Station, auf der insgesamt 15 bis 20 Auszubildende – unterstützt von den Praxisanleitern – im Schichtdienst gemeinsam Verantwortung für die Versorgung von 24 Bewohnerinnen und Bewohnern übernehmen.
Die Auszubildenden selbst stellten der Oberbürgermeisterin das Konzept der Azubistation vor und erläuterten, wie sie ihren Arbeitsalltag organisieren. Dabei zeigten sie auch, wie die Sprachdokumentation mit der Software „Voize“ funktioniert, die in der Einrichtung zur digitalen Pflegedokumentation eingesetzt wird.
Während ihres Rundgangs kam die Oberbürgermeisterin mit Auszubildenden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden ins Gespräch. „Das war ein toller Besuch. Die Azubistation ist beeindruckend – ein echter Gewinn für Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für die Mitarbeitenden“, sagte Bauer.
Auch die Rückmeldungen aus der Station selbst zeigen, welchen Stellenwert das Projekt hat. Ein Auszubildender beschreibt seine Motivation so: „Das ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Es kommt vom Herzen.“
Eine Bewohnerin ergänzt: „Diese Station ist das Beste, was uns passieren konnte – die Schüler sind toll!“
Bewohnerinnen und Bewohner überreichten der Oberbürgermeisterin ein selbst gestaltetes Blumenpräsent, das sie gemeinsam mit einer Betreuungskraft gebastelt hatten. Außerdem entstanden zahlreiche gemeinsame Fotos mit den Auszubildenden und Bewohnerinnen und Bewohnern.
Neben dem Einblick in die Praxis tauschten sich Bauer und Vorstand Karsten Stüber auch über die aktuellen Herausforderungen der Sozialwirtschaft aus – insbesondere in der Altenhilfe sowie in der Kinder- und Jugendhilfe.
„Unser Ziel ist es, die Versorgungslandschaft auch in Zukunft aufrechtzuerhalten – selbst dort, wo sich Leistungen wirtschaftlich nicht immer rechnen“, betonte Stüber. Gleichzeitig setze die Diakonie konsequent auf moderne Strukturen und Digitalisierung: „Wir sind modern aufgestellt – wie man auch hier sehr gut sehen kann.“
Die ausgezeichnete Azubistation im Ernst-Barlach-Haus gilt als Beispiel dafür, wie innovative Ausbildungsmodelle dazu beitragen können, Fachkräfte zu gewinnen und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken.