Lieber Karsten, seit drei Jahren gestaltest du DeineDiakonie mit Verantwortung, Engagement und deinem Blick für gemeinsame Entwicklung. Ein schöner Anlass für ein kurzes Resümee – und einen Ausblick nach vorn.
Drei Fragen an dich:
Wenn du auf deine drei Jahre im Vorstand von DeineDiakonie zurückblickst: Was bestärkt dich darin, dass diakonisches Handeln heute wichtiger ist denn je?
Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, ist mir eines sehr deutlich geworden: Diakonisches Handeln ist kein „Add on“, das man sich leistet, wenn alles gut läuft. Es gehört einfach dazu – gerade dann, wenn es schwierig wird.
Ich habe immer wieder erlebt, wie unsere Angebote Menschen ganz konkret helfen: Sie geben Halt, Orientierung und neue Perspektiven. Besonders hängen geblieben sind für mich die vielen Situationen, in denen wir als Diakonie verlässlich da waren, wenn andere sich zurückgezogen haben – in persönlichen Krisen, in Umbruchzeiten und immer dann, wenn Unsicherheit den Alltag bestimmt hat.
Was hat dich in den vergangenen drei Jahren an den Mitarbeitenden und der Zusammenarbeit bei DeineDiakonie am meisten beeindruckt?
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denken mit, bringen sich ein und gestalten Veränderungen aktiv. Und sie verlieren dabei nie die Menschen aus dem Blick, für die wir da sind. Diese Mischung aus fachlicher Stärke und innerer Motivation ist etwas ganz Besonderes – und sie prägt die Kultur von DeineDiakonie spürbar.
Mit frischen Ideen und viel Engagement gehen wir neue Wege in der Personalgewinnung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Auszubildendenstation im EBH. Hier investieren wir gezielt und nachhaltig in die Fachkräfte von morgen. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Konzepts zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung. Pflege lernen mit echter Verantwortung – genau darum geht es. Der Lernprozess ist nah an der Praxis, fördert Selbstständigkeit und Handlungskompetenz und stärkt so langfristig die Qualität der Ausbildung.
Dass wir damit genau den richtigen Nerv getroffen haben, zeigt der aktuelle Publikumspreis „Mitarbeitende.gewinnen“ der pro Wirtschaft Gütersloh, den wir für dieses Projekt erhalten haben. Eine Auszeichnung, über die wir uns besonders freuen, weil sie direkt aus der Region kommt.
Auch in der Digitalisierung gehen wir wichtige Schritte nach vorn. Mit der Einführung der Spracherkennung Voize haben wir die Pflegedokumentation spürbar einfacher gemacht – und das schafft mehr Zeit für das, worauf es wirklich ankommt: die Menschen.
Insgesamt zeigt das für mich ganz klar: Wir investieren bewusst in gute Arbeit – und damit in die Zukunft.
Mit Blick nach vorn: Was motiviert dich persönlich, die nächsten Jahre gemeinsam mit DeineDiakonie weiterzugestalten?
Ich bin überzeugt, dass wir als DeineDiakonie noch viel bewegen können – für die Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, und für die Mitarbeitenden, die diese Arbeit jeden Tag möglich machen.
Gerade die Chancen der Digitalisierung eröffnen uns neue Möglichkeiten. Sie helfen uns, diakonisches Handeln zukunftsfähig und wirksamer zu gestalten – und dabei menschlich zu bleiben. Durch bessere Vernetzung, schlankere Prozesse und neue Formen der Unterstützung.
Mich motiviert es, diesen Weg gemeinsam zu gehen, mutig Neues auszuprobieren, Innovation mit unseren Werten zu verbinden und DeineDiakonie so nachhaltig weiterzuentwickeln. Das ist für mich Antrieb und Verantwortung zugleich.